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Ratgeber Kranken- und Zusatzversicherungen
Für wen das Thema wichtig ist, worauf es ankommt, typische Fehler und Antworten auf häufige Fragen.
Für wen
Für wen das besonders wichtig ist.
Ein Wechsel ist möglich, aber eine Entscheidung für Jahrzehnte.
Freie Wahl zwischen gesetzlich und privat, dazu die Frage nach dem Krankentagegeld.
Zusatzversicherungen schließen gezielt Lücken, etwa beim Zahnersatz.
Gesetzlich oft beitragsfreie Familienversicherung, privat ein Vertrag je Person.
Beihilfe vom Dienstherrn plus private Versicherung für den Rest.
Gut zu wissen
Worauf es ankommt.
In der privaten Krankenversicherung und in Zusatztarifen gilt, was im Vertrag steht. Lies nicht nur die Überschrift, sondern die Leistungsbeschreibung: Prozentsätze, Höchstbeträge, Ausschlüsse.
Gesetzlich höchstens drei Monate allgemein und acht Monate für Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie (§ 197 VVG). Viele Tarife verzichten ganz oder teilweise darauf.
Viele Zusatztarife begrenzen die Erstattung in den ersten Jahren auf feste Höchstbeträge. Bereits angeratene oder laufende Behandlungen sind in der Regel nicht versichert.
Für die private Krankenversicherung und die meisten Zusatztarife gibt es Gesundheitsfragen. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen. Antworte vollständig und ehrlich.
Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist meist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Plane ihn so, als gäbe es keinen Weg zurück.
Ob gesetzlich oder privat: Prüfe, ob du bei längerer Krankheit Geld bekommst, über das Krankengeld der Kasse (Wahlerklärung) oder ein Krankentagegeld.
Aus der Praxis
Häufige Fehler.
Entscheidend ist, wie der Vertrag in 20 Jahren und im Ruhestand passt.
Ist die Behandlung schon angeraten, ist sie nicht mehr versichert.
Vorerkrankungen gehören vollständig in den Antrag.
Viele Tarife begrenzen die Erstattung in den ersten Jahren.
Häufige Fragen
Was mich Menschen dazu fragen.
„Wer darf 2026 in die private Krankenversicherung wechseln?“
Angestellte mit einem regelmäßigen Jahresgehalt über 77.400 € (6.450 € im Monat), Selbstständige, Freiberufler und Beamte unabhängig vom Einkommen. Ob und zu welchem Beitrag ein Versicherer dich aufnimmt, hängt von der Gesundheitsprüfung ab.
„Wie lang sind die Wartezeiten bei Zusatzversicherungen?“
Gesetzlich höchstens drei Monate allgemein und acht Monate für Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie. Viele Tarife verzichten darauf.
„Zahlt eine Zahnzusatzversicherung für eine Behandlung, die schon geplant ist?“
In der Regel nein. Versichert sind Behandlungen, die erst nach Vertragsbeginn angeraten werden.
„Ist die private Krankenversicherung immer günstiger?“
Nein. Für junge, gesunde Singles ist sie zu Beginn oft günstiger. Mit Kindern, Vorerkrankungen oder im Alter kann die gesetzliche Kasse die bessere Wahl sein.
„Kann ich später zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?“
Nur unter bestimmten Bedingungen, etwa wenn das Gehalt eines Angestellten unter die Grenze fällt. Ab 55 Jahren ist die Rückkehr in der Regel ausgeschlossen.
„Brauche ich als gesetzlich Versicherter überhaupt eine Zusatzversicherung?“
Nicht zwingend. Sinnvoll ist sie dort, wo dir die gesetzlichen Leistungen nicht reichen und du die Differenz nicht selbst tragen willst, oft beim Zahnersatz.
Persönlich
Lieber im Gespräch klären?
Kostenlos und unverbindlich, per Telefon, Video oder vor Ort in Nürnberg.
Quellen
- § 197 VVG – Wartezeiten in der Krankenversicherung
- § 6 SGB V – Versicherungsfreiheit
- Rechengrößen in der Sozialversicherung 2026 (krankenkassen.de)
Stand: 29. Oktober 2026. Verfasst von Galal Sattar, Versicherungsfachmann in Nürnberg. Diese Seite gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Leistungen, Wartezeiten und Ausschlüsse richten sich nach den Bedingungen des jeweiligen Tarifs. Als gebundener Versicherungsvertreter biete ich die Produkte der Versicherer an, für die ich tätig bin, siehe Erstinformation.